Store Check

Store Checks sind hervorragende Möglichkeiten, einmal zu schauen, was Händler in ihren Läden gut oder auch nicht so gut machen.

Hierbei wird ein oder mehrere Läden unangemeldet und unangekündigt besucht. Die Person oder das Team geht durch das Geschäft, ganz wie ein normaler Kunde, und beobachtet, probiert oder testet verschiedene Punkte der Shopper Journey.

Dies kann ungestützt oder auch mittels einer Store Check Checkliste erfolgen. Das Einkaufserlebnis wird mit Notizen und/oder Bildern dokumentiert und später ausgewertet. Wir zeigen in unseren Artikeln spannende Handelskonzepte aus der ganzen Welt für ein wenig Inspiration und jede Menge Ideen.

Kommen Sie mit bei unseren Store Checks und lernen Sie von Best Practices im stationären Handel.

Beiträge

Lengermann Trieschmann

Der stationäre Handel muss Geschäfte, Läden, Filialen und Innenstädte zu „dritten Orten“ machen, damit sich Kunden dort wohl fühlen, aufhalten, Zeit verbringen und einkaufen. Kunden müssen ein Einkaufserlebnis finden, das sie immer wieder zurück kehren lässt. Wie stationäre Händler zu einem solchen dritten Ort werden können, zeigen wir am Beispiel des Sporthauses Langermann & Trieschmann in Osnabrück.

Storytelling

Stationäre Händler müssen zu dritten Orten werden, an denen die Kunden sich wohlfühlen, Erlebnisse haben können und ihre Zeit verbringen. Doch wie wird man zu einem dritten Ort? An sechs Beispielen zeigen wir, wie Storytelling dem Handel helfen kann, seine Kunden zu begeistern, ihnen ein besonderes Einkaufserlebnis zu verschaffen und sie so an sich zu binden.

Shopper Marketing im Consumer Electronics Fachhandel in Europa und USA: Eine Studie von POPAI/shop!

Nach der internationalen Studie über Convenience Formate in 2017, hat sich der international tätige Verband POPAI/shop! in 2018 der Untersuchung des Shopper/Instore Marketings im Consumer Electronics Fachhandel in Europa und den USA vorgenommen. In 9 Ländern wurden 109 Geschäfte, Filialen, Unabhängige, Kauf-und Warenhäuser besucht und 1900 Fotos aufgenommen, um zu verstehen, wie in den Ländern die Ansprache der Kunden über Marketing@Retail funktioniert.

Aktivierung

Wo liest man ihn nicht – den Satz von der Shopper-Aktivierung. Mittlerweile wird er sehr universell eingesetzt und beschreibt oft jede Art von Promotion, Platzierung oder ähnlicher verkaufsfördernder Maßnahmen. Anfangs habe ich auf Grund des inflationären Einsatzes auch nicht verstanden, was genau damit gemeint war. Erst in vielen Gesprächen und der Studie von Erkenntnissen habe ich dann verstanden, dass es dabei auch um reines Neuromarketinggeht: Man versucht, Handlungsmotive von Menschen zu erkennen und genau diese dann zu aktivieren. Sehr hilfreich dabei ist übrigens die Limbic Map nach Prof. Häusel, der die Hauptmotive von Menschen in eine übersichtliche und leicht verständliche Form gebracht hat. Es geht also nicht darum, besondere Produkteigenschaften anzusprechen (maximal den USP, aber keine Features), sondern rein um den Shopper. Und wie wird das derzeit gemacht? Schauen wir uns das einmal an:

Hasewelle

Osnabrück ist eine Attraktion reicher und der stationäre Handel spielt sogleich seine Trümpfe aus: Die L&T Lengermann und Trieschmann GmbH & Co. KG betreibt in Osnabrück ein neues Sporthaus, das mehr einem Freizeitpark gleicht als einem Ladengeschäft: Es ist die erste stehende Indoor-Welle (die sog. Hasewelle), auf der surfbegeisterte Kunden ihr Equipment sofort im Laden testen können. Einen Eindruck vermittelt der folgende Film:

Die – US – amerikanische Lebensmittelkette Whole Foods hat erst im letzten Jahr hohe mediale Wellen geschlagen, als sie im August von dem e-commerce Giganten Amazon übernommen wurde. Man fragte sich, wie sich die Biosupermarktkette unter der Ägide des Online Händlers entwickeln würde – Anlass für unser ZDE Team sich in Williamsburg, dem angesagtesten Stadtteil von New York City, den Nachbarschaftsmarkt anzuschauen.

Store Check in New York City: Chelsea Market

Das ehemalige Haus der National Biscuit Company ist ein Hotspot für Feinschmecker und Shopping-Süchtige. Der Chelsea Market ist vor allen Dingen für seine große Auswahl an Restaurants mit internationalem Flair bekannt.  Zudem bietet die Attraktion historische Reize, wie z.B den ikonischen Brunnen des Marktes, der mit gebrauchten Bohrkronen  aus der ehemaligen Nabisco-Fabrik hergestellt wurde.

NRF2018

Die NRF ist die größte Messe für Retail Technology der Welt. Nur wenige Unternehmen der Branche verpassen es, dort Präsenz zu zeigen. Für uns ist wichtig zu erkennen, wohin die größten Trends der Branche gehen und womit sich die dort präsentierenden Handelsunternehmen beschäftigen.

Victorias Secret

Victoria’s Secret – eigentlich ein Format, das Dinge verkauft, die keiner wirklich braucht – aber viele haben wollen. Emotionale Produkte, die das Verhüllen ganz besonders zelebrieren. Das Unternehmen, das für seine jährliche Dessous-Show mit Engeln wie Adriana Lima, Alessandra Ambrosio und Miranda Kerr bekannt ist, hat einen 16-jährigen Pachtvertrag für satte 637 Quadratmeter an der Fifth Avenue, der bekanntesten Shoppingmeile in New York City abgeschlossen. Die Marke hat bereits acht Geschäfte in Manhattan, einschließlich des größten Victorias Secret der Welt, unweit am Herald Square.

Storecheck Flagshipstore Adidas New York City

Im Rahmen unseres Besuches des NRF Kongresses haben wir uns auch einige Top Shopping Locations in „the Big Apple“ angeschaut und Store Checks bei einigen Top Marken und neuen Retail Konzepten durchgeführt.

Normalerweise liegt es uns fern, in den Rückspiegel zu schauen. Aber wir erlauben uns abzuchecken, ob wir mit unserer Zielsetzung, der führende Informationsdienst für Innovationen im Handel und Stadtentwickelung im deutschsprachigen Raum zu werden, weiter gekommen sind. Fassen wir einmal zusammen, was alles in 2017 passiert ist:

Bungert

Kennt ihr den Moment, wenn ihr vor einem Handelsformat steht und versucht, das irgendwo einzuordnen? Nein? Dann haben wir einen heißen Tipp, um dieses Gefühl endlich einmal kennen zu lernen: Bungert in Wittlich, einer Kreisstadt in Rheinland Pfalz mit rund 19.000 Einwohnern.

ZUKUNFT DES EINKAUFENS und die Retail- und Markenexperten von dan pearlman luden letzte Woche zur Retail Experience Tour nach Berlin ein, um gemeinsam mit Experten Beispiele für zukunftsweisende Konzepte anzuschauen. Nicht nur hatten wir einen rundum vergnüglichen Tag unter gleichgesinnten Retail Begeisterten, wir konnten über die Retail Formate und erfolgreichen Destinations Konzepte die wir gesehen haben, einen Blick in eine erfolgreiche Zukunft für Handel und Stadtquartiere werfen.

Retail Experience Tour

Experience Tour Berlin

“Experience“ lautet die Zauberformel für erfolgreiche Retail-Formate. Tradierte Grundsätze wie das Optimieren auf „Umsatz pro Quadratmeter“ haben ausgedient. Wer als Händler überleben will, muss sich als Teil der Freizeitindustrie verstehen und seine Stores und Malls wie Freizeitdestinationen entwickeln.

Lidl

In der Vergangenheit gab es ja bereits verschiedene Richtungen, in die sich Lidl neu ausprobiert hat. Es gab die Strategie der Erneuerung, die vom Vorstand Sven Seidel stark vorangetrieben wurde. Leider wurde er im Februar 2017 abgelöst, da dem ursprünglichen Gründer und Komplementär der Schwarz Gruppe, Klaus Gehrig, die Maßnahmen doch zu forsch waren. Bloggerkollege Peer Schader hat in seinem Supermarktblog seinerzeit sehr direkt in diesem Artikel über den Wechsel berichtet.

schöne läden

Der stationäre Handel steckt in der Krise – Forschungsinstitute prognostizieren, dass  jedes zehnte Geschäft in den nächsten 5 Jahren schliessen wird, renommierte Wirtschaftsmagazine veröffentlichen gar  Todeslisten von Handelsunternehmen. Insbesondere Randbezirke, einzelne Stadtteile, Mittel- und Kleinstädte scheinen betroffen, ein Umstand, der zukünftig durchaus die Grundversorgung der Bevölkerung gefährden kann. Rezepte zur Lösung der Krisen werden verzweifelt gesucht; aber manchmal muss man ja gar nicht weit schauen, dann findet man auch mal einen stationären Händler, der ganz intuitiv genau das Richtige tut  – und so einen habe ich letztens im Frankenland gefunden – genauer gesagt in Zirndorf bei Nürnberg!

Usedom1

Usedom ist eine Insel mit ganz besonderen, facettenreichen Eigenschaften. Angefangen mit einem der schönsten Strände an der Ostsee und dem konkurrierenden Achterwasser, bietet Usedom sowohl entschleunigende Ruhe als auch hektisches Treiben.

Shoppingtrip durch München

Die kleine Storetour durch München führt durch vier exzellente Läden, die mit ihren Konzepten in der Branche für Furore gesorgt haben. Schlagworte wie Etailment, Experience, Emotion, Entertainment oder Enviroment werden hier auf den Flächen perfekt bespielt.  Wenn man um 9:30 Uhr losmarschiert, ist man pünktlich zum Mittagessen und „people watching“ bei Eataly angekommen.

Store Check Tour New York

Im Januar ist im Kalender der Retail Innovatoren ganz dick die NRF New York angekreuzt (Videos zu den Messe-Highlights gibt es hier, hier und hier ). Wir haben die Chance genutzt und sind ein paar Tage früher angereist, um uns im Rahmen einer Store Check Tour ein Bild von den Retail Trends der Stadt zu machen. Unser Augenmerk galt dabei den „Hidden Champions“, also den Formaten, die in den Stadtteilen mit innovativen Ideen punkten. Natürlich haben wir auch die Flagship Stores auf der 5th Avenue besucht, unser Fokus lag aber eindeutig nicht auf den gekauften Ideen von Großkonzernen.

the story new york

Anlässlich der NRF Konferenz und Messe in New York (Videos zu den Highlights gibt es hier, hier und hier ) habe ich mir ausgiebig Zeit genommen, um Store Checks bei außergewöhnlichen oder zukunftsweisenden Formaten durchzuführen. Neben den bekannten Mainstream-Stores rund um die 5th Avenue habe ich es besonders auf kleine Formate in Greenwich, Soho und East Village abgesehen.

Innovationslabor

Innovation Management ist ein komplexes Thema und Unternehmen stehen vor der Herausforderung, nicht nur Innovationen hervor zu bringen sondern sie auch bei ihren Kunden zu überprüfen. Denn schnell ist ein neues Produkt, ein neues Hand-out produziert, das viele Ressourcen in Anspruch genommen hat und die eigenen Kunden verweigern es schlicht.

Gibt es Zufälle? Ich glaube nicht, denn ein „Zufallserlebnis“ hatte ich in der letzten Woche wieder: Auf dem Weg ins Frankenland hatte ich eine kleine Pause eingelegt und dabei die Mails gecheckt. Unsere Autorin Heike Scholz schickte uns einen Link über ein Innovationslabor des Fraunhofer Instituts direkt in der Nürnberger Innenstadt, das sich richtig gut anlas: Das Josephs. Also kurz den Kalender gecheckt ob´s noch passt und dann die weitere Route dorthin erweitert. Eine Stunde später stand ich dann vor dem Laden (wenn man es denn so nennen darf). Eigentlich ist Joseph ein Testlabor, in dem man bestimmte Entwicklungen einem breiten Publikum präsentiert um dann mit dem Feedback das Produkt weiter zu entwickeln.

Sporthändler Pro:Direct – früher bis 2014 ein reiner Online-Player – hat nun in der besten Lage von London einen Store eröffnet. In der berühmten Carnaby Street finden die Kunden ein Geschäft, das mit Technologie-Finessen ausgestattet ist (Pro:Direct LDN19 Store). Ein Online-Händler geht Offline.

The Store x Soho House

Das „coolste“ Retail Concept Deutschlands in der coolsten Stadt der Welt – so beschrieb ein guter Freund von mir „The Store x Soho House Berlin“ – guter Grund für mich nachzuschauen, was genau es damit auf sich hat.

Argos Lancaster

Viele reden von Showrooming oder von stationären Läden für Internet Pure Player als nächsten Level des Multichannel. So furchtbar neu ist das aber alles nicht. Ein Händler in UK und Irland lebt das Konzept seit vielen Jahren: Bei Argos, eine Elektronik-Retailer-Kette mit 3,9 Milliarden Pfund Umsatz und insgesamt 737 Stores, kann der Kunde in einem Teil der Läden zwar kaufen, aber nichts mitnehmen.

Sind des Kaisers neuen Kleider nicht prachtvoll? „Ja!“ schreit das Volk. Denn die Experten hatten Ihnen gesagt, dass nur dumme Menschen diese nicht sehen könnten. Und so schauten die Untertanen auf den nackten Kaiser, trotzten ihrem inneren Unbehagen und wagten sich nicht zu widersprechen. Bis einer schrie: „Nein! Denn der hat ja gar nichts an.“

Erst eins, dann zwei, dann drei dann vier Displays .. und schon steht Weihnachten vor der Tür!