Livestream Deutscher Handelskongress 2016

/ Lesedauer: 3 Minuten 34 Sekunden
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Zukunft des Einkaufens auf dem Deutschen Handelskongress: Wir versuchen, jede Session von uns hier zu dokumentieren, was nicht immer ganz gelingt, da wir dieses Event auch zum Netzwerken nutzen und daher auch oft in Meetings sind. Let’s go!

Hier endet der Lifestream, Business Meetings und ein früher Flug erfordern das Ende. Bis zum nächsten Jahr.

Tag 1, 11.45: Kaffeepause

Tag 2, 11.15: Erich Harsch (GF DM Maerkte) provoziert „Das Problem bei der Digitalisierung sind die Manager und ihre Vorgaben“. Tagesumsatzvorgaben und Kundennutzen stehen immer gegeneinander. Er freut sich immer wieder, wenn er beim Storebesuch von Mitarbeitern mitten im Gespraech stehen gelassen wird, da ein Kunde Hilfe braucht. Er geht auf das Thema Verantwortung ein, die man bei allen Menschen wecken und Einfordern muss. Das zeigt sich auch in den Hierarchien: Verantwortliche statt Vorgesetzte, oben ist nicht da wo der Chef ist sondern wo der Kunde sitzt. Er stellt die Geisteshaltung vor, die sich auch auf das Thema Digitalisierung auswirkt. Der Kunde entscheidet, ob es eine Marke gibt oder nicht.

Tag 2, 10.50: Hanneke Faber von Ahold Delhaize (e-Commerce & Innovationofficer) stellt das neue Unternehmen vor und erklärt das disruptive Umfeld in verschiedenen Branchen. Sie erklärt die Entwicklungen im Food-Handel, wie sie mit Robotik experimentieren (Store-Reinigung) und die Vorteile von amazon Echo. Die Prognose des Online Business bis 2015 steht derzeit bei 35%. Mit Bol.com sind sie absoluter Marktfuehrer im Onlinebereich un NL und BE und experimentieren mit Alibaba und einer Partnerschaft mit Instacart in US. Leider nur qualitative Aussagen über Wachstum und Kundenanzahl. Die Kundenzentrierung steht auch hier im Fokus, Personalisierung und Experience in der gesamten Wertschoepfungskette werden angestrebt und ständig verbessert. Last Mile Konzepte werden verfeinert bis hin zur Auslieferung per Fahhrad. Der Multichannelkaeufer bringt doppelt soviel Umsatz wie der reine Offliner.

Tag 2, 10.30: Expertinnen Talk zum Thema Digitalisierung: Prof. Dr. Miriam Meckel (Wirtschaftswoche) und Sabine Scheunert (Mercedes Benz) (Man kann kritisch fragen, ob diese beiden Branchen eine besondere Vorreiterrolle in der Digitalisierung haben): Mercedes entwickelt sich auch mit Digitalisierung zum Mobilitaetsdienstleister, WiWo betreibt neben den digitalen Prinformaten viele Dienste  wie z.B. Anlagetipps für die Leser. Generell wird auf die Digitalkultur in DE eingegangen, die im internationalen Mittelfeld liegt und was wir in Asien lernen können. Der Ausblick geht in die Chancen und Herausforderungen der künstlichen Intelligenz und Voice Control.

Tag 2, 09.45: Votrag von Peter Altmaier: Zeigt die Errungenscaften der Regierung seit 2005 auf (Hallo Wahlkampf) und erklärt die Wichtigkeit von Wachstum einer Volkswirtschaft. Peter Altmaier beschreibt die Revolution, die sich durch Diditalisierung ergeben wird. Losgroesse 1, Big Data und das Beispiel Estland zeigen Beispiele, wie man die Digitalisierung nutzen kann. Er appelliert damit auch an eine deutliche Vereinfachung der Verwaltungen (viel Applaus) und die Aufgabe, den Menschen die Angst vor der Digitalisierung zu nehmen. Er schliesst mit einem allgemeinen Blick auf die Fluechtlingskrise und die Tuerkeipolitik und appelliert an die Integrationskraft der Handelsbranche.

Tag 2, 09.40: Appell von Josef Sanktjohanser an die Politik: Weniger Regulierung für mehr unternehmerische Freiheit, Beschleunigung des Breitbandausbaus und Herstellung von Wettbewerbsgleichheit der verschiedenen Handelsformate. (Stichwort Sonntagsoeffnung und Produktsicherheit)

Tag 2 09.00: Bert Ruerups Vortrag leider etwas verpasst, in der Diskussion danach gibt er der Regierung einen Tipp: Nicht jedes Problem lässt sich durch Aussitzen lösen. Ebenso ist der Kurs der EZB langfristig eine Verschiebung des Kapitals in Richtung spekulativer Investitionen, damit entstehen neue Blasen. Sein Tip an die Regierung: Ganz schnell Integration beschleunigen. Er vergleicht die massive Einwanderung der Fluechtlinge mit einer dramatischen Erhoehung der Geburtenrate, die man genau so positiv sehen muss.

Tag 1, 22.20 Uhr: Die Retailers Night beginnt, morgen geht es weiter! Gute Nacht!

Tag 1, 22.15 Uhr: Der Lifetime Award geht an Friedhelm Dornseifer.

Tag 1, 22.05 Uhr: Der Managementpreis für Grossunternehmen geht an Conrad, herzlichen Glueckwunsch! 

Tag 1, 21.10 Uhr:  Das Hauptgericht Kalbsbaeckchen wird serviert.

Tag 1, 21.00 Uhr: Der Managementpreis für mittelständische Unternehmen geht an mytheresa.com

 Tag 1, 20.55: Der Innovationspreis des Handels geht an Lisa, herzlichen Glueckwunsch!

Tag 1, 20.50:  Die 3 Nominierten werden vorgestellt: 1) Lisa, ein System, in dem man sich von der Couch aus mit dem Storepersonal verbinden kann. 2) Weshop, ein Projekt von Serviceplan und Cisco zur Digitalisierung des Handels und 3.) der Onliner Locafox.

Tag 1, 20.45: Die Preisvergabe des Deutschen Handelspreises beginnt anlässlich der Gala

Tag 1 20.00: Uhr Erster Tg des Deutschen Handelskongresses, fast das ganze ZdE Team ist vor Ort. Kommen wir zu der Zusammenfassung des ersten Tages, bevor es an die Abendveranstaltung geht.
Der Praesident des HDE, Josef Sanktjohanser, eröffnete den Kongress mit der Uebermittlung positiver Zahlen der Handelsbranche. Einen interessanten Aspekt warf in seinem Vortrag der Karstadt Chef Fanderl ein: Endlich die Sonntagsoeffnung freizugeben. Dieses Statement erntete grossen Applaus, in den P2P Gespraechen danach waren sich viele Einig, dass dieses Thema endlich auf die Tagesordnung gebracht werden muss.  Allein aus Gruenden der Chancengleichheit zwischen online und offline ist es dringend notwendig, diesen Weg zu gehen.

In den anschliessenden Foren war das Themenspektrum von Supply Chain bis Instore Digitalisierung gesetzt, allerdings hat man festgestellt, dass doch einige bezahlte Vortraege teilweise werblichen Charakter hatten, schade eigentlich.

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