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Heike Scholz

Studie: Einkaufsstraßen neu denken

11. Juni 2019 / Von Heike Scholz / Lesedauer: 1 Minuten 59 Sekunden
Einkaufsstraßen

Alle Zahlen zur Entwicklung des Einzelhandels, zum Wachstum des Onlinehandels und zu den immer noch wachsenden Einzelhandelsflächen deuten darauf hin, dass man sich in vielen Lagen – vor allem auch in den Klein- und Mittelstädten – von der früheren prägenden Präsenz des Einzelhandels verabschieden muss. Eine aktuelle Studie zu den Einkaufsstraßen von morgen gibt eine Praxisanleitung für funktionale Umnutzungen: Dienstleistungen, innerstädtisches Wohnen, Urbane Produktionen – Handwerk und Gewerbe im innerstädtischen Kontext.

Fehlende Zukunftsbilder

Die Erkenntnis, dass in Zukunft nicht mehr der Einzelhandel das Bild der Innenstädte prägen wird, ist vor allem auch deshalb so schmerzlich, weil es an positiven Zukunftsbildern fehlt: Gerade weil unser Bild einer attraktiven florierenden Einkaufsstraße so sehr vom Einzelhandel geprägt ist, fehlt es noch an Alternativen.

Eine stärkere Nutzungsmischung liegt als Antwort auf der Hand. Gleichzeitig ist klar: Die vorhandenen Gebäude werden sicher nicht alle ersetzt werden – der Umbau und die Anpassung der vorhandenen Strukturen wird neben den strategischen Überlegungen zu einer Hauptaufgabe.

Hier liefert die Studie „Einkaufsstraßen neu denken – Bausteine für neue Perspektiven“ von Rolf Junker und Holger Pump-Uhlmann Beispiele und vor allem auch Hinweise zu Handlungsoptionen.

Chancen für moderne Einkaufsstraßen

Neben konkreten Ansätzen für den Umbau vorhandener baulicher Strukturen bietet die Studie auch einen Leitfaden für die Ermittlung von Perspektiven für solche Einzelhandelslagen. Die von StadtBauKultur NRW herausgegebene Publikation zeigt, dass der notwendige Umbau der Innenstadt keine Verlustgeschichte sein muss, sondern viele Chancen für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung bietet.

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Innenstädte sind seit jeher zentrale Punkte unseres Zusammenlebens. Handel, Arbeiten, Treffpunkt, Kommunikationskerne, Wohnen, Veranstaltungen und vieles mehr passiert in den Zentren unserer Städte. Doch jede Bürgerin und jeder Bürger merkt es: Unsere Innenstädte wandeln sich, verändern ihr Gesicht. […] Den Verantwortlichen vor Ort brennen insbesondere folgende Fragen auf den Nägeln: der Strukturwandel im Einzelhandel, ein ausreichendes Wohnraumangebot, die Nachnutzung von Brachflächen und die Verwahrlosung öffentlicher Räume. […]“

Über die Autoren der Studie:
Dr. Holger Pump-Uhlmann, Braunschweig, Dipl.-Ing. Architekt 1960 in Lübeck geboren. 1981 – 1989 Studium der Architektur an der TU Braunschweig. Anschließend angestellter und freiberuflicher Architekt. 1997 Promotion an der TU Delft. Viele Jahre wissenschaftlicher Assistent am Institut für Bau- und Stadtbaugeschichte der TU Braunschweig sowie am Institute of History of Art, Architecture and Urbanism der TU Delft/Niederlande.

Rolf Junker, Dortmund, Dipl.-Ing. für Raumplanung. 1950 in Soest geboren. Studium der Kartographie und der Raumplanung in Berlin und Dortmund. Wissenschaftlicher Angestellter beim Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung des Landes NordrheinWestfalen. Danach freiberuflich tätig. Seit 1998 geschäftsführender Gesellschafter des Büros Junker + Kruse Stadtforschung Planung in Dortmund. Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung.

Die Studie „Einkaufsstraßen neu denken – Bausteine für neue Perspektiven“ kann auf den Seiten von StadtBauKultur NRW kostenfrei und ohne Registrierung herunter geladen werden.

Beitragsbild: Stockfoto –  Pavel L Photo and Video/Shutterstock

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Kategorie: Innenstadt
Schlagworte: Immobilien, Location, Smart City, Studien, Wirtschaftsförderung
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