Gerd Wolfram

Mit Multitouch-Technologie das Einkaufserlebnis steigern

/ Von Gerd Wolfram / Lesedauer: 2 Minuten 47 Sekunden

Was ist Multitouch-Technologie?

Ein Multi-Touch-Screen (englisch: touch = berühren; Bildschirm mit Mehrfingergestenerkennung) ist eine besondere berührungsempfindliche Oberfläche für die Eingabe von Daten mit Hilfe von Gesten. Der kapazitive oder optische Touch-Bildschirm erkennt gleichzeitig mehrere Berührungen, meist mit den Fingern, womit mehr Bedienmethoden zum Einsatz kommen können als bei Systemen, die nur einen einzigen Berührungspunkt gleichzeitig erfassen können.

Wo finden wir Multitouch-Technologie?

Wir tragen ständig Smartphones bei uns, arbeiten mit Tablets und Touch-Bildschirmen bei Notebooks. Alle sind mit dieser Technologie ausgestattet. Aber auch in Shops, in Museen sowie auf Messen und Ausstellungen ist die intuitive Oberflächen-Berührung immer selbstverständlicher.

Wie funktioniert Multitouch-Technologie?

Die Berliner Multitouch-Spezialisten von „Garamantis Interactive Technologies“ haben erstmalig alle Informationen zu dieser innovativen Technologie zusammengetragen und in eine informative, umfassende Multitouch-Infografik gebracht. Die Grafik richtet sich an jeden, der in wenigen Minuten zum „Multitouch-Experten“ werden möchte, insbesondere aber an Unternehmen und Agenturen, die diese Technologie einzusetzen planen.

Interaktive Shopping Wall mit Multitouch-Technologie

Ein bemerkenswertes Beispiel von Multitouch-Technologie befindet sich im Hamad International Airport in Doha, der Hauptstadt von Katar am Persischen Golf. Warum am Flughafen? Große Bahnhöfe und Flughäfen sind aufgrund der hohen Besucherfrequenz und der erweiterten Öffnungszeiten ideale Standorte für den Einzelhandel.  Des Weiteren findet die Verschmelzung von Online- und Offline-Shopping immer mehr Beachtung und zu guter Letzt: Wie bekommt man junge und technikaffine Käufer in ein Ladengeschäft? Mit einer interaktiven Shopping Wall.

Die Firma Garamantis entwickelte die Software für die interaktive Shopping Wall am Hamad internationalen Flughafen. Die Installation besteht aus insgesamt 16 Bildschirmen mit einer beeindruckenden Gesamtauflösung von 8640 x 3840 Pixeln und ist durch ihre Größe und Positionierung am Gang besonders auffällig und macht Flughafenbesucher mittels Videos und Animationen auf sich aufmerksam.

Tritt ein Besucher an die Shoppingwall, werden  Produkte vorgeschlagen, mit denen er intuitiv per Touch-Geste über die gesamte Bildschirmfläche interagieren kann. Produkte, die ihn nicht interessieren, wischt er einfach aus der Auswahl. Die interessanten Produkte aktiviert er, sodass eine Vielzahl von Produktinformationen, Farbvariationen und Video-Inhalte erscheinen. Der Benutzer setzt sich spielerisch mit dem Produkt und den Inhalten auseinander und kann sogleich einen virtuellen Warenkorb befüllen. Auf Wunsch kann per Geste der Warenkorb auch in Papierform ausgedruckt und an der Kasse vorgelegt werden, da die Shopping Wall über zwei integrierte Drucker-Einheiten verfügt. und ergibt ein nachhaltiges Einkaufserlebnis.

Die modulare Software für Shopping Walls ermöglicht viele weitere Anwendungsfälle, z.B.:

  • Foto-Wand (Pinboard): Der Benutzer kann Bilder von seinem Smartphone auf die Shopping Wall hochladen und dort per Touch-Geste verarbeiten. Dazu scannt er vorher mit seinem Smartphone einen QR Code.
  • Smartphone-Upload: Per QR Code kann der Benutzer auf der Shopping Wall erstellte Inhalte, zum Beispiel seinen Warenkorb, auf sein Smartphone laden.
  • RFID Leser: Die Shopping Wall kann Produkte erkennen und verarbeiten, die der Benutzer an die Wand hält und an denen ein RFID Etikett befestigt ist.
  • NFC Code: Auch ein NFC-Sticker an der Shopping Wall kann dabei helfen, Daten auf das Smartphone herunterzuladen oder eine Webseite aufzurufen.

Interaktive Vitrine mit Multitouch-Technologie

Eine Produktinnovation für Ausstellungen, Messen, Museen aber auch für Geschäfte ist die interaktive Vitrine vorgesehen. Auch diese  nutzt die Multitouch-Technologie und ist gepaart mit interaktiven Bildschirmen, die eine direkte Interaktionsmöglichkeit mit dem ausgestellten Produkt erlauben. Das Neue ist dabei eine glasklare, durchsichtige Multitouch-Oberfläche auf der Vitrine.

Durch Wischbewegungen dreht der Benutzer das Ausstellungsstück vor einer dynamischen Kulisse, Lichtspots und Monitore setzen das Ganze in Szene. Die Vitrine erkennt, wo der Benutzer steht und passt die Anwendung darauf an.

Fazit

Insgesamt sehr bemerkenswerte und interessante Technologien, die das Einkaufserlebnis erheblich verbessern können. Über bereits tradierte Verhaltensweisen, wie Berühren und Steuern über Wischen, werden vom Käufer Informationen über das Produkt oder auch „Experiences“ generiert. Aber auch die Erläuterung und Erklärung von Produkten kann so gestaltet werden.

Es bleibt zu hoffen, dass diese Technologien demnächst verstärkt im Einzelhandel zum Einsatz kommen.

Quelle: Garamantis, Youtube

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