Gerd Wolfram

Digitaler Touchpoint Getränkeflasche

/ Von Gerd Wolfram / Lesedauer: 1 Minuten 43 Sekunden

Wer kennt ihn nicht? Malibu, der Fruchtlikör hergestellt aus weißem Rum, Zucker und natürlichen Kokosnussextrakten – jetzt ein „digitaler Touchoint“. Malibu ist ein Bestandteil vieler Cocktails. Er wird selten pur getrunken, meistens mit Fruchsäften gemischt, manchmal aber auch mit Zitronenlimonade.

Und was ist das Besondere an diesem Getränk?

Der Hersteller hat nun 40.000 seiner Flaschen mit einem NFC (Near Field Communication) Tag ausgestattet. Ein kurzes Berühren des Etiketts mit einem NFC-fähigen Smartphone genügt und dem Kunden stehen vielfältige, interessante Inhalte im Zusammenhang mit dem Produkt zur Verfügung. Und das nicht nur einmal, sondern bei jeder Berührung.

Was ist die Customer Experience ?

Es werden eine Reihe von Inhalten auf dem Mobiltelefon angeboten:

  • Gewinnspiel: Sofortiger Gewinn eines UE Boom Lautsprechers
  • Wettbewerb: Hochladen von eigenen Barbados-Sommerbildern mit der Möglichkeit an einem Wettbewerb teilzunehmen, um eine Reise nach Barbados zu gewinnen
  • Barmixer: Zugriff auf Getränkesrezepte
  • Geo-Lokation: Anzeige von lokalen Mailbu-Bars
  • Musik: Zugriff auf eine Musik-Playlist mit Sommer-Liedern

Mailbu

Getränkeflaschen als neue Medienplattform?

Werden jetzt aus Flaschen neue Medienplattformen? Im Grunde genommen ja: Es können lokalisierte Inhalte für den Kunden eingespielt werden und damit die Beziehung zwischen der Marke und dem Kunden ausgebaut und gepflegt werden. Daneben kann ein neuartiger Kommunikationskanal mit dem Kunden aufgebaut werden, der sowohl für die Marken- wie auch für Servicekommunikation genutzt werden kann.

Ist das neu?

Nein, ein geringe Anzahl von anderen Getränkeherstellern hat bereits in den vergangenen Jahren über ähnliche Technologien – eingebaut in den Flaschenverschlüssen – neue Marketingwege ausprobiert. Eine Johnnie Walker Blue Label „smart bottle“ in Thailand oder Remy Martin, um die Echtheit ihres Produkte nachzuweisen.

Der Test auf den Malibu-Flaschen läuft bis Dezember dieses Jahres in den 1,600 Tesco-Supermärkten in England. Ziel ist es zum einen die Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit der NFC Technologie zu prüfen, insbesondere, da keine App dafür genutzt werden muss. Zum zweiten will man herausbekommen, wo das Produkt gekauft wird und wo es konsumiert wird.

Die Getränkeflasche als digitaler Touchpoint

Hier wird einem aktuellen Trend gefolgt: Alles intelligent zu machen und mit dem Internet zu verbinden. Ohne Zweifel ein neuer Weg des Marketing und der direkten Kundenansprache. Dies kann zu Mehrabsatz, Umsatzsteigerung und Kundenbindung führen. Mal sehen wie der Test ausgeht.

Aber eins ist klar: Durch die NFC Technologie so eingesetzt wird jede Malibu-Flasche zum „digitalen Touchpoint“ für den Kunden.

Bilder: Pernot – Ricard

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