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Frank Rehme

Der Pop-up Future Store entwickelt neue Handelsformate und führt die Händler in die Digitalisierung

17. Mai 2018 / Von Frank Rehme / Lesedauer: 2 Minuten 40 Sekunden
Whitebox

Eines ist sicher: Neue Wege, speziell für die Zukunft des Handels und der Innenstädte, werden nie erpowerpointed, erlabert oder erjammert. Man wird erst neue Lösungen finden, wenn man damit begonnen hat, diese auch auszuprobieren. Genau dafür wurde das Projekt der Future City Langenfeld ins Leben gerufen, das bereits mehrere Themen bearbeitet hat: Abbau von Zutrittshürden zur Innenstadt, Eliminierung von Parkgebühren für den Shopper, einfache Sichbarkeit im Web für Händler sowie die Unabhängigkeit von Öffnungszeiten (wir berichteten mehrfach hier darüber). In dieser Woche wurde nun die nächste Stufe des Konzeptes entwickelt: Die Whitebox ist eröffnet worden, hier haben wir das Konzept bereits vorgestellt.

Erlebnisraum für Technik und neue Handelsformate

Die Whitebox ist ein Ladenlokal in der Langenfelder Innenstadt, in dem für Händler, Kunden, Bürger und Interessierte einen Überblich über die Möglichkeiten der Digitalisierung ermöglicht wird. Zugleich gibt es dort auch einen abgeteilten Bereich, in dem neue Handelsformate entwickelt werden können. Konkret existiert dort ein Technologie- und ein Retail Erlebnisbereich.

In dem 300qm großen Leerstand in der zweiten Etage der Einkaufsgalerie „Marktkarree“, können nun Besucher digitale Technologien und Anwendungen ausprobieren, um ein Verständnis die Digitalisierung im Handel zu gewinnen. Vom Projektteam wurden Anwendungen ausgesucht, die dem Handel den Sprung in die Digitalisierung erleichtern sollen.

Whitebox

Citymanager Jan Christoph Zimmermann präsentiert das Holo-Deck. Hier wird ein lokaler Store virtuell abgebildet.

Die Technikwelt

In der Technikwelt zeigen mehrere Aussteller Lösungen, die bewusst nicht die neueste Raketentechnik abbilden. Vielmehr geht es darum, dass leicht und erschwinglich zu implementierende Technologien mit hohem Business-Value schnell zu einem Erfolgserlebnis führen. Folgende Partner sind dort ausgestellt:

  • Die Online Software AG zeigt dort, wie die Amazon Alexa zum Nutzen des stationären Handels eingesetzt werden kann.
  • Mittels Locafox werden Händler mit sehr geringem Implementierungsaufwand mit einer Kassensystem/Warenwirtschaftslösung versorgt, die zugleich eine integrierte Schnittstelle zu Google aufweist.
  • Ezeclip bringt Händler preiswert und ohne viel Aufwand mit Bewegtbildern ins Internet bzw. soziale Medien.
  • Weshop zeigt ganz einfach zu implementierende Interaktionsbuttons für den Store, kombiniert mit Kundeninformationssystemen.
  • Detego zeigt mit der RFID-basierten InStore Lean Edition für exakte Bestände und hohe Regalverfügbarkeit den Schnelleinstieg in den digitalen Store für Modehändler. Chatbot Detega hält Kunden im Store, berät und aktiviert Cross Selling Potenzial.
  • DOOH zeigt sehr kundenzentrierte Aufrufsysteme, die analog als auch digital sowie mobil funktionieren.
  • Das European EPC Competence Center (EECC) schaut gemeinsam mit Sick und Cavea ID in die Zukunft: Es werden 2 lokale Händler in einem Holo-Deck abgebildet, in der sich der Besucher kleine Gadgets erspielen kann, die er im stationären Shop dann eintauschen kann. So wird die Verbindung von der virtuellen zur realen Welt geschaffen.
  • Das Thema Multisensoik wird von den Soundexperts gelöst. Situations- und kontextabhängig werden die Shopper durch die richtigen Töne aktiviert.
  • Zu Eröffnungstag zeigte Metralabs noch seinen Roboter Tory, der automatisch Regallücken erkennt.
Whitebox

Der Tecnikbereich

Der Pop-up Future Store

Wie macht man aus Einzelhändlern Gemeinschaftshändler? Indem man sich zusammentut und den Shopper in den Mittelpunkt stellt! Anlassbezogener Konsum heißt das Zauberwort, man setzt ein Thema, das den Konsumenten beschäftigt, in den Mittelpunkt und stellt ein entsprechendes Sortiment zusammen. Das Ganze wird auf einen Zeitraum begrenzt, denn dann kommt das nächste Thema.

In dem aktuellen Konzept geht es um das Thema „Auszeit zum ich“. Produkte rund um Gesundheit, Entschleunigung und Selbstbelohnung werden in attraktiver Weise präsentiert. Folgender Sortimentsmix wird dort präsentiert:

  • Feinkost-Lebensmittel
  • Fitness-Angebot und Fahrrad
  • Gesundheit, Beauty und Wellness
  • Bücher rund ums Thema
  • Küchenausstattung
  • Sportbrillen
  • Garten- und Grillmöblierung

Hier beginnt der Versuch, den stationären Handel neu zu denken. Allen Beteiligten ist bewusst, dass es sich hierbei um einen Lernprozess handelt und die Konzepte laufend angepasst werden müssen. Es bleibt daher weiterhin spannend! Weitere Infos zur Whitebox gibt es hier.

Whitebox

Der Pop-up Future Store ist bewusst auf Erlebnis ausgelegt

Bilder: Future Retail Init, EECC, gmvteam

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Kategorie: Innenstadt
Schlagworte: Digitales Marketing, Digitalisierung, LEH, Plattform, RFID, Shop, Sortimentsanalyse, Standort
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