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Karin Wunderlich

Vorwerk will Asien mit Tee erobern und setzt auf Digitalisierung

16. Mai 2018 / Von Karin Wunderlich / Lesedauer: 1 Minuten 38 Sekunden
vorwerk

Der Thermomix, digitale Luxus Küchenmaschine mit Kochfunktion, ist das Flaggschiff des Konzerns Vorwerk, einem Familienunternehmen und international tätigem Konzern mit Sitz in Wuppertal in Rheinland. Das Unternehmen dessen Angebot Haushaltsgeräte, Kosmetika, Teppiche und Bodenbeläge umfasst zeichnet sich besonders durch den bereits in 1930 eingeführten Direktvertrieb mit mittlerweile knapp 640.000 selbstständigen Beratern aus.

Der Thermomix schwächelt

Der Umsatz mit dem digitalen Multifunktions-Küchenhelfer für den kochwilligen Verbraucher mit hohem Convenience Anspruch fiel im letzten Jahr um 12,9 Prozent auf etwa 1,1 Milliarden Euro. Im wichtigsten Markt Deutschland sank der Umsatz sogar um 22,1 Prozent.  Alarmierend, denn immerhin ist der  Thermomix  mit 39% des Umsatzes das wichtigste Geschäftsfeld des Konzerns.

Ein bisschen Geschichte

Das Familienunternehmen Vorwerk zeichnete sich in seiner Geschichte insbesondere durch disruptive Innovation und unternehmerischen Mut aus. So produzierte das Unternehmen Anfang des 20.Jahrhunderts  Zahnräder, Getriebe, Automobilachsen und elektrische Motoren für Grammofone. Mit dem Aufkommen des Hörfunks in den 20er Jahren sank der Bedarf an Grammofonen rapide, wovon Vorwerk als Hersteller der Motoren natürlich stark betroffen war.

Den Grammofon-Motor einem neuen Verwendungszweck zuzuführen und damit die Produktion zu sichern, war das oberste Ziel bei der Entwicklung des ersten elektrischen Handstaubsaugers, des Kobolds. Da der Absatz des neuen Produktes nicht zufriedenstellend war, stellte das Unternehmen auf Direktvertrieb nach amerikanischen Vorbild um, womit eine ganz besondere Erfolgsgeschichte begann.

Vorwerk setzt auf Tee

Mit der neuesten Produktentwicklung  wendet sich Vorwerk an die Teetrinker. Das Teegerät mit dem Namen Temial soll durch die besondere Art der Zubereitung Geschmackserlebnisse liefern wie bei einer klassischen chinesischen Teezeremonie.  Mit dem Produkt erhofft sich Vorwerk insbesondere einen Ausbau seiner Marktpotentiale in den asiatischen Märkten, wo Tee einen ganz besonderen Stellenwert genießt. Das Gerät, das mit einem Verkaufspreis von 599 € vorgestellt wird und ab Juni 2018 vorbestellbar sein soll, beinhaltet eine Nachbestellfunktion für Tee und Wasserfilter.

Digitalisierung im Fokus

Die Themen Digitalisierung und intelligente Geräte sind seit Jahren im Fokus des Unternehmens. Der Großteil der Thermomix Geräte wird mit dem 2016 eingeführten Cook-Key verkauft, einem Zubehör, mit dem über W-Lan Rezepte und Kochanleitungen aus dem Rezeptportal Cookidoo auf das Display geladen werden können. Auch der Amazon Sprachassistent Alexa ist eingebunden. Mit Alexa kann der Staubsauger der Marke Kobold gesteuert werden.

Das Angebot des Zubereitungssystems Temial umfasst nicht nur das  Gerät. Auch verschiedene Teesorten, mit sortenspezifischer Zubereitung per Scanner und App, sowie Zubehör werden im Angebot sein.

Beitragsbild: Stockfoto – Chris Redan/Shutterstock

1 Kommentar/
Kategorie: Innovation & Trends
Schlagworte: Convenience, Digitalisierung, Innovation, Marken, Plattform
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1 Antwort
  1. Jonas
    Jonas sagte:
    23. Mai 2018 um 12:02

    Wir haben ja auch einen Thermomix weil meine Frau den unbedingt und ich irgendwann nachgegeben habe. Vor einigen Tagen kam sie mit dem Teekocher um die Ecke und ich denke mir nichts dabei und sag ihr das den doch kaufen kann und warum sie deshalb so ein Fass aufmacht. Jetzt weiß ich warum, ein Wasserkocher für 600€!!! Da läuft gehörig was schief bei Vorwerk und kann nicht wirklich deren Ernst sein.

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