Gerd Wolfram

Kein Kaufrausch mehr: Die intelligente Tasche hilft!

/ Von Gerd Wolfram / Lesedauer: 1 Minuten 50 Sekunden

Wer kennt das nicht: Man macht einen Stadtbummel und kommt an Geschäften vorbei, die Artikel in der Auslage haben, die einen zum Einkaufen einladen. Schnell ist man im Kaufrausch und kauft Dinge, die man immer schon mal kaufen wollte – aber auch nicht wirklich braucht.

Dem kann jetzt Abhilfe geboten werden: Eine intelligente Tasche schützt die Einkäuferin vor dem Kaufrausch. Die Tasche iBag2 soll mit technischen Spielereien den allzu kauffreudigen Nutzer davor schützen, zu viel Geld auszugeben.

Wie funktioniert das?

Die Tasche vibriert und leuchtet jedes Mal, wenn die Besitzerin das Portemonnaie herausnimmt. Die Hauptfunktion: Dem Kaufrausch ein sofortiges Ende bereiten. Befindet sich die Kundin in einem zuvor einprogrammierten Bereich, in dem sie zum Konsum verführt werden könnte, erkennt das die Tasche via GPS und verschließt sich über Elektromagnete selbst. Auch bestimmte Zeitspannen kann die Nutzerin zum Schützen ihres Kontos eingeben.

Wer hat die intelligente Tasche entwickelt und wann kostet  sie?

Die iBag2 ist die zweite Version der intelligenten Tasche – die erste wurde in Australien bereits eingesetzt. In Auftrag gegeben wurde die Entwicklung der „Warntasche“ von der Finanz-Website finder.com aus England. Sie wurde designed von dem New Yorker Modedesigner Geova Rodriguez und einem Team von Experten von Colmac Robotics aus Irland. Die Tasche selbst ist allerdings nichts für Sparfüchse und soll stolze 5.000 Dollar kosten.

Für Technikinteressierte: Aus welchen technischen Komponenten besteht die Tasche?

Folgende Komponenten sind in der Tasche verbaut:

  • Ein Zeitgeber, der mit Elektronmagneten verbunden ist, die die Tasche durch ein Magnetfeld verschließen, und zwar in den Zeiten, wenn die Besitzerin am häufigsten Einkaufen geht.
  • Ein RFID System, das mit LED-Lichtern (in der Tasche) und einem Vibrationsmechanismus (am Griff) verbunden ist, die aufleuchten und vibrieren, wenn die Geldbörse aus der Tasche genommen wird. So wird auf die Einhaltung der Ausgabenziele hingewiesen.
  • Ein GPS-Tracker, der die Leuchten und die Vibration steuert, wenn die Besitzerin in einen vordefinierten Bereich mit vielen Geschäften kommt.
  • Bluetooth-Technologie, die in Verbindung mit dem Smartphone hilft eine verlorene oder eine vergessene Tasche zu finden bzw. die über eine App meldet, wenn die Tasche sich  einige Meter entfernt von der Besitzerin befindet.
  • Eine Funktion – gelbe Leuchten oder Vibration – erinnert nach zwei Stunden an die Nutzung der Sonnenschutzcreme.
  • Ein Mikroprozessor zur Steuerung und eine Batterie.

Die einen mögen das etwas seltsam und befremdlich finden. Wird hier der freie Willen des Konsumenten beschnitten. Ja, aber die intelligente Tasche gibt nur Warnhinweise. Vom Einkaufen und Geld ausgeben wird sie nicht abhalten können. Eine nette, aber teure Spielerei!

Foto: Stocksnap.io

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2 Kommentare
    • Gerd Wolfram
      Gerd Wolfram sagte:

      Das stimmt, teuer ist die Tasche schon. Aber viele Frauen geben viel Geld für Handtaschen aus. Die Tasche ist ja auch erst einmal ein Prototyp und Sonderanfertigung. Ob sie in die Serienfertigung kommt und kostengünstiger wird, bleibt abzuwarten.

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