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Rainer Eckert

Digitale Kompetenz als Schlüssel der digitalen Transformation!

4. August 2026 / Von Rainer Eckert / Lesedauer: 2 Minuten 27 Sekunden
Digitale Kompetenz in Europa: Rund 60 Prozent der Bevölkerung verfügen über ausreichende digitale Grundkompetenzen.

Digitale Kompetenz wird zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor der digitalen Transformation.

Self-Checkout, Shopping-Apps, Mobile Payment oder digitale Kundenkarten sind heute fester Bestandteil des Handels. Doch verfügen die Kundinnen und Kunden überhaupt über die digitalen Kompetenzen, die für die Nutzung dieser Angebote erforderlich sind?

Die aktuellen Zahlen der Europäischen Union geben Anlass zum Nachdenken: Nur rund 60 % der Bevölkerung verfügen über ausreichende digitale Grundkompetenzen. Anders ausgedrückt: Rund 40 % erfüllen die Mindestanforderungen nicht.

Für die digitale Transformation ist das eine bemerkenswerte Zahl.

Digitale Kompetenz in Europa: Nur 60 % erfüllen die Mindestanforderungen

Unabhängig von klassischen Behinderungen stellen sich drei grundlegende Fragen:

  • Wie viele Menschen verfügen über ausreichende digitale Kompetenzen?
  • Wie lässt sich digitale Kompetenz überhaupt messen?
  • Welche Bedeutung hat dies für den Handel und seine Kunden?

Die Antworten liefert der sogenannte Digital Skills Indicator (DSI), der europaweit zur Bewertung digitaler Kompetenzen verwendet wird.

Vergleich der digitalen Kompetenzen in europäischen Ländern anhand des Digital Skills Indicator (DSI) mit einem EU-Durchschnitt von 60,4 %.

Der Digital Skills Indicator zeigt deutliche Unterschiede bei den digitalen Kompetenzen innerhalb Europas. Der EU-Durchschnitt liegt bei 60,4 %.

Digitale Kompetenz messen: Der Digital Skills Indicator (DSI)

Der DSI basiert auf dem europäischen DigComp-Referenzrahmen und bewertet digitale Fähigkeiten in fünf Kompetenzbereichen:

  • Informations- und Datenkompetenz
  • Kommunikation und Zusammenarbeit
  • Erstellung digitaler Inhalte
  • Sicherheit
  • Problemlösung

Dabei werden keine theoretischen Kenntnisse abgefragt. Stattdessen wird untersucht, welche digitalen Aktivitäten Menschen tatsächlich erfolgreich durchführen können.

Um als Person mindestens über grundlegende digitale Kompetenzen zu gelten, muss in allen fünf Bereichen mindestens eine entsprechende Aktivität erfolgreich nachgewiesen werden.

Die Entwicklung zeigt in die richtige Richtung

Die gute Nachricht: Die digitale Kompetenz in Europa steigt.

Der Anteil der Menschen mit ausreichenden digitalen Kompetenzen lag bei:

  • 53,9 % im Jahr 2021
  • 55,6 % im Jahr 2023
  • 60,4 % im Jahr 2025

Europa bewegt sich also in die richtige Richtung.

Die weniger gute Nachricht: Trotz aller Fortschritte verfügt noch immer ein erheblicher Teil der Bevölkerung nicht über die digitalen Fähigkeiten, die für viele moderne Dienstleistungen vorausgesetzt werden.

Digitale Transformation ohne digitale Kompetenz?

Hier stellt sich eine zentrale Frage:

Wie soll digitale Transformation erfolgreich sein, wenn rund vier von zehn Menschen nicht über ausreichende digitale Grundkompetenzen verfügen?

Diese Herausforderung betrifft längst nicht nur einzelne Altersgruppen oder Branchen. Millionen Menschen nutzen täglich digitale Systeme – im Beruf, beim Einkaufen, bei Behörden oder im privaten Umfeld.

Dabei geht es nicht darum, Videos auf TikTok hochzuladen oder soziale Medien zu nutzen. Der DSI bewertet Fähigkeiten, die notwendig sind, um digitale Technologien sicher, effizient und selbstständig einzusetzen.

Was bedeutet das für den Handel?

Für den Handel ergibt sich daraus eine klare Konsequenz:

Digitale Customer Journeys müssen auch für Menschen mit geringerer digitaler Kompetenz verständlich und nutzbar bleiben.

Hier schließt sich der Kreis zu meinem vorherigen Beitrag über kognitive Barrieren. Denn viele Herausforderungen ähneln sich:

  • komplizierte Apps
  • unübersichtliche Menüs
  • uneinheitliche Bedienkonzepte
  • schwer verständliche Benutzeroberflächen

Wer digitale Angebote erfolgreich machen möchte, sollte deshalb digitale Kompetenz nicht voraussetzen, sondern berücksichtigen.

Mein Fazit

Wenn man den aktuellen DSI-Zahlen glaubt, verfügen rund 40 % der EU-Bevölkerung nicht über ausreichende digitale Grundkompetenzen.

Das ist kein Randthema.

Digitale Transformation wird nur dann erfolgreich sein, wenn digitale Systeme nicht ausschließlich für erfahrene Nutzer entwickelt werden. Gute digitale Angebote zeichnen sich dadurch aus, dass sie auch für Menschen mit geringerer digitaler Kompetenz verständlich, zugänglich und attraktiv bleiben.

Digitale Kompetenz wird damit zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor der digitalen Transformation – auch im Handel.

Interesse an diesem spannenden Thema? Kontaktieren Sie mich gerne über LinkedIn (einfach hier auf mein Bild klicken) oder über meine Homepage: https://dr-rainer-eckert.de/.

Porträt von Dr. Rainer Eckert mit Logo, Website und Kontaktdaten im Stil eines professionellen Editorial-Fotos.

Dr. Rainer Eckert unterstützt Unternehmen im Handel bei Themen wie Self-Service, Ergonomie, Barrierefreiheit und digitalen Customer Journeys.

1 Kommentar/
Kategorie: Customer Journey
Schlagworte: Barrierefreiheit, Customer Journey, Digital Skills Indicator, Digitale Kompetenz, Digitale Transformation, Einzelhandel, Ergonomie, Kognitive Barrieren, Kommunikation, Mobile, Payment, Self-Service
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