Gerd Wolfram

Bericht vom IoT World Forum in Dubai

/ Von Gerd Wolfram / Lesedauer: 1 Minuten 48 Sekunden

Was ist das Internet der Dinge oder neudeutsch: Das Internet of Things (IoT) ? Ganz einfach erklärt: Wenn die Glühbirnen zuhause eine IP-Adresse besitzen und von einem Computer aus angesteuert Daten produzieren, die ausgelesen werden können.

Etwas allgemeiner ausgedrückt – Sensoren verschiedenster Art (Radiofrequenz Tags (RFID), NFC Sensoren, Beacons, Bluetooth-Geräte), die mit physischen Objekten gekoppelt und über das Internet verbunden werden.

Anfang Dezember trafen sich Fachleute, Innovatoren und Forscher in Dubai auf dem Internet of Things World Forum. Sie sagen voraus, dass im Jahre 2022 bereits 1 Trillionen Sensoren (eine 1 mit 18 Nullen) mit dem Internet verbunden sein werden. Das Thema ist sehr eng verwandt mit den aktuellen Industrie 4.0 Aktivitäten, die ebenso durch eine Vielzahl von Datengeneratoren geprägt ist.

Und genau darum geht es: Informationen zu generieren, die wieder einen neuen Mehrwert schaffen. Beispiel: Man könnte im IoT-Teitalter ein Auto verschenken, wenn man die Daten, die das Fahrzeug und seine Bauteile generieren, als Gegenwert erhält. Der Wert dieser Daten überschreitet bei weitem den Fahrzeugwert!

Zum Einsatz gelangt IoT in den verschiedensten Bereichen: in der Industrie zur Überwachung von Maschinen, Ersatzteilen, Fahrzeugteilen oder auch Produktions- und Erzeugungsprozessen, wie in der Ölförderung; im Gesundheitswesen zur Authentifizierung und Echtheitsprüfung von Medikamenten, Patientenüberwachung und auch bei den sog. Fitnesstrackern; im Handel zur Überwachung der Lieferung von Waren auf dem Transportweg oder auch im Geschäft, um die Regalverfügbarkeit und die Nachverräumung zu gewährleisten. Wir haben neulich in einem Blogpost an anderer Stelle über die Problemstellung berichtet.

Durch die vermehrt zur Verfügung stehende Rechenleistung bei gleichzeitig sinkenden Hardware- und Datenübertragungskosten wird es ökonomisch wirtschaftlich, jegliche Objekte über intelligente Sensoren mit dem Internet zu verbinden. Alle Objekte werden so intelligent oder smart und können Daten empfangen bzw. Daten abgeben, die über entsprechende Analyse- und Softwarelösungen ausgewertet werden können.

Verschiedenste Nutzenpotentiale werden von den Teilnehmern der Konferenz gesehen: Verbesserte Transparenz bei der Nutzung von Ressourcen, Verbesserung der Effizienz in der Logistik, Reduzierung von Kosten für Services, Erhöhung der Sicherheit in Prozessen und letztlich eine Erhöhung der Lebensqualität.

Das IoT World Forum zog über 1500 Besucher an, die sich in Foren, Vorträgen und Sessions Beispiele von IoT-Anwendungen ansahen oder zukünftige Entwicklungen diskutierten. Einig war sich eine Vielzahl der Experten: Auch im Handel werden IoT-Anwendungen einziehen und dafür sorgen, dass in Zukunft Lieferströme verbessert werden, Warenverfügbarkeiten im Store deutlich erhöht werden und das Einkaufs- und Produkterlebnis transformiert wird. Es bleibt weiter spannend!

Bildquellen: Stocksnap.io

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