Im Weihnachtsgeschäft 2017 sind die Paketdienstleister empfindlich an ihre Grenzen gekommen. Nicht nur, dass deutliche Verzögerungen bei der Belieferung entstanden sind – nein, auch die Öffentlichkeit hat bezüglich der Arbeitsbedingungen der Zusteller ordentlich Druck aufgebaut. Zusätzlich fehlt der Nachwuchs: Auf Grund der sehr anspruchsvollen Arbeitsbedingungen wird es immer schwieriger, offene Stellen zu besetzen. Ersatzarbeitskräfte kommen oft von Subunternehmen, die sich noch schwerer kontrollieren lassen. Es empfiehlt sich also, schnell neue Lösungen zu finden. Die Logistik ist schließlich das Rückgrat des eCommerce, der im Traum nie daran gedacht hat, das die Performance der Last Mile einmal das Bottleneck der Branche wird.

Zeit also, darüber nachzudenken, wie es anders sein kann. Die wichtigste und am einfachsten umzusetzende Lösung ist die Reduzierung des aufwendigsten Prozess-Segmentes: Dem Weg vom Zustellfahrzeug zur Haustür. 2-3 fache Zustellung bei Nichtanwesenheit, generell der Weg in den 4 Stock oder die schlichte Überredung der Nachbarn, doch bitte zur Paketboxen des Quartiers zu mutieren.

Das es für die Kunden ärgerlich ist, ein Paket nicht zugestellt zu bekommen, braucht man an dieser Stelle sicher nicht zu erwähnen.

Die Paketboxen sind etabliert

Seit vielen Jahren sind die DHL Paketboxen für beide Seiten ein Erfolg. In 1.600 Städten und Gemeinden stehen 2.650 Paketboxen mit über einer viertel Millionen Fächer zur Verfügung. DHL öffnet seine Paketboxen nicht für Lieferungen der Wettbewerber, weshalb es verschiedene Lösungen gibt.

Auch Amazon ist am Start: Mit seinen Lockern, die vorzugsweise die Frequenz an Tankstellen und Spätis abgreifen, wird sogar die gesamte Logistikkette in die eigene Hand genommen.  Neben den Amazon-Lockern gibt es noch das ParcelLock, das Hermes, DPD und GLS gemeinsam entwickelt haben. Mit diesem anbieterunabhängigen Paketboxen wollen sie die Zustellung für den Endkunden bequemer machen.

Was man dazu braucht ist die richtige Hardware, nach der wir auf der diesjährigen NRF Ausschau gehalten haben. Ob Lippenstift oder Schubkarren: Für jede Ware gibt es die richtige Größe. Der Film zeigt den derzeitigen Status, der auf der Messe präsentiert wurde – leider mit nur einem ernsthaften Aussteller. Das liegt sicherlich daran, dass man eher auf einer Logistikmesse fündig wird.

Viel Spaß beim Ansehen!

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