deutschland rundet auf

Wer kennt ich nicht, den Moment, an dem die Dame vor dir in der Kassenschlange den Betrag von 8,79€ passend zahlen möchte und die Gelegenheit nutzt, um all ihr Kleingeld endlich los zu werden. Das kostet Zeit, Nerven und vor allem beschert es dem Kassenpersonal unvergessliche Momente.

Cash Handling mit Centstücken

Für den Händler und den Kunden sind die Centstücke eher ein Ärgernis: Sie verstopfen die Geldbörse und sorgen für große Aufwände beim Cash-Handling der Händler. Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten, als die Metro nach der Euro Umstellung oft im Ausland Centmünzen einkaufen musste, da der Markt in Deutschland leergekauft war.

Im Ausland hat man die Konsequenzen gezogen: Nach Finnland, den Niederlanden, Belgien und Irland schaffen die Italiener als fünftes der 19 Euro-Länder die Ein- und Zwei-Cent-Münzen ab. In diesen Ländern wird der Endbetrag dann zu Gunsten des Kunden gerundet, aber nur bei der Barzahlung: Bei Kartenzahlung wird der reale Betrag belastet. Seitens des Bundesfinanzministeriums gibt es derzeit keine Überlegungen zur Abschaffung der Kleinmünzen oder zur Einführung nationaler Rundungsregeln. Deutschland gilt in der EU übrigens als einer der Verfechter der Kleinmünzen.

Charity als Problemlösung

Das kann man auch anders lösen, dachen sich die Gründer Christian Vater, Matthias Dammann und Henryk Seeger von Deutschland rundet auf. Es galt, die Lösung des Problems mit dem Charity Gedanken zu verbinden. Dem Shopper wird bei teilnehmenden Händlern die Möglichkeit gegeben, durch die Worte „Aufrunden bitte!“ während der Bezahlung den Endbetrag um maximal 10 Cent aufzurunden. Dieser Betrag wird an deine Stiftung abgeführt und  zu 100 Prozent an Projekte für sozial benachteiligte Kinder in Deutschland weitergeleitet.

Karin Wunderlich traf am Rande des Handelskongresses den Partnermanager von Deutschland rundet auf, Matthias Höwt und befragt ihn zur Idee und der Umsetzung. Viel Spaß beim Zuhören und Zuschauen!

Audio Podcast

Video

 

Verpassen Sie keine Beiträge mehr!

Tragen Sie sich in unseren kostenfreien Newsletter ein. Über 3.700 Kollegen aus Handel, Städten und Industrie lesen ihn bereits.

 

Payback
0 Kommentare

Ihr Kommentar

Wir freuen uns auf Ihre Meinung
und einen fruchtbaren Austausch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.