ZDE Podcast 241: Produktdaten werden Infrastruktur im Retail mit Niklas Schultes
Produktdaten sind das Fundament für erfolgreiches E-Commerce, KI-Anwendungen und ein nahtloses Kundenerlebnis. Viele Unternehmen unterschätzen noch immer ihre strategische Bedeutung. In dieser Folge spricht Niklas Schultes, Geschäftsführer von forbeyond, über die Rolle von Daten im
Handel – und warum ohne saubere Datenbasis keine Zukunftstechnologien funktionieren.
Niklas Schultes ist Geschäftsführer von forbeyond, einem Beratungs- und Technologieunternehmen mit Fokus auf Produktdatenmanagement. Zuvor war er über 20 Jahre bei Otto tätig und hat die Transformation vom Kataloggeschäft zum
E-Commerce aktiv mitgestaltet.
Darum geht’s in der Folge
• Warum Produktdaten die Grundlage für modernes Retail-Business sind
• „Shit in, shit out“ – warum KI ohne gute Daten nicht funktioniert
• Herausforderungen bei der Transformation von Unternehmen
• Unterschiede zwischen Branchen (Fashion vs. DIY/Baumarkt)
• Wie datengetriebene Projekte im Unternehmen gestartet werden
• Best Practices aus der Zusammenarbeit mit großen Handelsunternehmen
• Warum Mindset oft wichtiger ist als Technologie
• Connected Commerce & die Bedeutung von strukturierten Daten
• Der DIY Data Club: Austausch, Best Practices & neue Impulse für die Branche
Shownotes
Folge direkt anhören
Die Folge zum Nachlesen
Marilyn Repp:
Hi und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe des Zukunft des Einkaufens
Podcasts.
Heute bei mir im virtuellen Studio: Niklas Schultes, Geschäftsführer von forbeyond.
Schön, dass du da bist!
Niklas Schultes:
Vielen Dank für die Einladung – freut mich sehr!
👤 Vorstellung
Marilyn:
Stell dich doch kurz vor – wer bist du und was machst du?
Niklas:
Ich bin Geschäftsführer von 4Beyond, einem Beratungsunternehmen mit Fokus
auf Produktdaten.
Ursprünglich komme ich aus der Fotografie und habe über 20 Jahre bei Otto
gearbeitet – vom Studioleiter bis zur Verantwortung für Produktdaten und Content.
Heute verbinden wir Beratung und Technologie rund um Product Information
Management (PIM), inklusive KI-Lösungen.
📊 Warum Produktdaten so wichtig sind
Marilyn:
Warum ist das Thema Produktdaten aktuell so zentral?
Niklas:
Produktdaten sind die Grundlage für alles im Handel.
Viele unterschätzen das, weil Verbesserungen nicht sofort Umsatz bringen. Aber
ohne saubere Datenbasis funktioniert langfristig nichts – weder gutes
Kundenerlebnis noch KI-Anwendungen.
👉 „Shit in, shit out“ gilt auch für KI.
Wenn die Datenstruktur nicht stimmt, kann auch die beste Technologie keinen
Mehrwert liefern.
🧠 Herausforderungen im Handel
• Daten werden oft historisch gewachsen und unsauber gepflegt
• Verantwortlichkeiten sind unklar
• Projekte werden zugunsten kurzfristiger Effekte verschoben
• Mindset ist häufig die größte Hürde
Niklas:
Viele Unternehmen wollen Features bauen, merken dann aber: Die Datenbasis
reicht gar nicht aus.
️ Praxisbeispiel: DIY- & Baumarktbranche
Niklas:
Ein Fokus von uns ist die DIY-Branche (Baumärkte, Baustoffe etc.).
Hier kommen Daten aus vielen unterschiedlichen Quellen und müssen
vereinheitlicht werden.
Beispiel: Zusammenarbeit mit Hagebau
• Integration unterschiedlichster Lieferantendaten
• Standardisierung durch KI
• Aufbau einer skalierbaren Datenbasis
👉 Ziel: Daten so strukturieren, dass sie für alle Kanäle funktionieren – online,
stationär und Marktplätze.
🔄 Projektansatz & Transformation
Marilyn:
Wie startet ihr solche Projekte?
Niklas:
Das Spektrum reicht von kurzen Reviews bis zu großen Transformationsprojekten.
Wichtig ist immer:
• klare Zieldefinition
• Einbindung aller relevanten Abteilungen
• Kombination aus Technologie & Organisation
• kontinuierliche Weiterentwicklung
👉 Transformation ist kein einmaliges Projekt, sondern ein dauerhafter Prozess.
🧩 Mindset als Erfolgsfaktor
Niklas:
Der größte Showstopper ist nicht die Technologie – sondern das Mindset.
• Angst vor Fehlern
• Wunsch nach „fertigen Lösungen“
• fehlende Innovationskultur
👉 Unternehmen müssen lernen, iterativ zu arbeiten: ausprobieren, lernen,
verbessern.
📉 Branchenblick: Fashion vs. DIY
Niklas:
Der Fashion-Bereich hat stark gelitten – durch Strukturprobleme, Wettbewerb und
verändertes Konsumverhalten.
Im DIY-Bereich sehen wir aktuell mehr Bewegung und Investitionsbereitschaft.
🤝 DIY Data Club
Marilyn:
Erzähl uns noch von deiner Initiative – dem DIY Data Club.
Niklas:
Das ist eine Eventreihe für die Branche.
Ziel: Austausch, Best Practices und neue Impulse.
• Fokus auf Daten, KI und Handel
• Veranstaltungen in mehreren Städten
• Plattform für Vernetzung und Zusammenarbeit
👉 Hintergrund: Viele Unternehmen suchen Orientierung und echten Austausch.
🌐 Bedeutung von Austausch & Events
Marilyn:
Der Bedarf an persönlichem Austausch wächst enorm.
Niklas:
Absolut. Gerade in unsicheren Zeiten suchen Unternehmen nach Orientierung.
Events helfen, voneinander zu lernen und schneller voranzukommen.
🚀 Ausblick
• Daten bleiben zentrales Thema im Handel
• KI verstärkt die Bedeutung von Datenqualität
• Transformation wird zur Daueraufgabe
• Zusammenarbeit in der Branche gewinnt an Bedeutung
👋 Abschluss
Marilyn:
Vielen Dank für die spannenden Einblicke – wir sehen uns beim DIY Data Club!
Niklas:
Danke dir, hat Spaß gemacht!








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