Stadtschlüssel Parkkarte und Chip

In der wollte das Projektteam ein Hauptproblem des innerstädtischen Handels als erstes angehen: Den Abbau der Zutrittshürden, ganz besonders das (Wir berichteten hier). Gemeinsam mit Partnern wurde eine Lösung entwickelt, in der teilnehmende Bürger mit 2 Funk-Chipkarten ausgerüstet wurden: Eine für das Auto, eine für den Schlüsselbund unter der Bezeichnung „Stadtschlüssel Langenfeld“. Mit der einen Karte kann man bequem und berührungslos ins Parkhaus ein- und ausfahren, mit der anderen wird durch Registrierung am PoS bei jedem Einkauf einen Bonus gutgeschrieben. In einer Datenbank des beteiligten Startups QDEGA Solutions GmbH aus Köln werden die Daten anschließend abgeglichen und die Parkgebühren verrechnet.

Die Ursprungsidee wurde von der Hoffnung getragen, dass sich durch den fehlenden Parkdruck die Aufenthaltsdauer und Frequenz in der Innenstadt erhöht. Am 5.September 2017 ist das Projekt an den Start gegangen, mittlerweile nutzen 2.340 Bürger das bequeme Parken. Knapp 1 Mio. € Umsatz wurden bonifiziert und sorgten für 29.000 kostenlose Parkvorgänge.

Im Rahmen einer Bachelor-Thesis wurde eine Umfrage bei den Nutzern durchgeführt, die folgende Ergebnisse hervorbrachte:

  • 87% benutzen den Stadtschlüssel regelmäßig
  • 93% finden den Scanvorgang des Stadtschlüssels befriedigend bis sehr gut.
  • 98% sind mit dem automatisierten Parkvorgang zufrieden.
  • 20% lassen sich dadurch mehr Zeit beim Einkaufen.
  • 41% bevorzugen bewusst Händler, die am Stadtschlüsselprogramm teilnehmen

Diese positiven Ergebnisse zeigen, dass man mit der Lösung auf dem richtigen Weg ist. Die Entwicklung des Projektes geht weiter: Es wird die Möglichkeit einer Partnerkarte zur Verfügung gestellt, zu einem späteren Zeitpunkt soll auch eine Bezahlfunktion integriert werden. Es bleibt also spannend!

 

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2 Kommentare
  1. mimon sagte:

    Wäre diese Idee das Produkt eines Startups, fänd‘ ich sie zwar nicht berauschend, würde ihr allerdings dennoch Potential zu schreiben und mir denken, dass da jemand ein Problem des stationären Einzelhandels lösen will. Als ein von der Stadt angetriebenes Projekt finde ich diese Lösung einfach nur frech, kostspielig und ausgrenzend. Da wird unglaublich viel Geld für überflüssige Chips, Marketing etc ausgegeben, da werden Daten zum Shoppingverhalten gesammelt (das mögen wir Deutschen ja besonders gern) und wer mitmacht wird belohnt, die anderen werden bestraft. Und das alles, obwohl die Stadt genauso gut beschließen könnte zu Haupteinkaufszeiten auf Parkgebühren verzichten oder zumindest die Gebühren halbieren könnte.

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