Gestatten? Unser neues Team Mitglied Dr. Rainer Eckert
Hallo liebe ZdE Leserinnen und Leser,
ich bin neu im Team und stelle mich kurz vor. Seit 28 Jahren unterstütze ich Retailer und Hersteller bei der Entwicklung von innovativen Konzepten und Produktlösungen für den Einzelhandel. Technik ist für mich kein Selbstzweck. Sie muss funktionieren und den Alltag in den Filialen spürbar erleichtern. In meinem ersten Beitrag erkläre ich, was ich als Retail Engineer mache.
Was macht eigentlich ein Retail Engineer?
„Beratender Ingenieur für den Einzelhandel“ klingt ein bisschen sperrig und passt kaum auf die Visitenkarte, oder? Und ehrlich gesagt beschreibt es nur teilweise, was meinen Tag in der Regel so ausfüllt.
Denn das, was früher einfach ein Kassentisch, ein Einkaufswagen oder ein Ticketautomat war, ist heute Hightech pur. In vielen Geräten stecken inzwischen Elektronik, Sensoren, IT, Netzwerktechnik, Kameras, künstliche Intelligenz, RFID und Computer Vision. Von außen sieht man das kaum, aber innen passiert eine ganze Menge.
Nehmen wir z. B. einen Self Checkout: Das ist längst kein Möbelstück mit Kasse mehr. Ein SCO ist
- ein eigenständig arbeitender Umsatzgenerator
- ein Datensammler
- ein Ergonomieprojekt
- ein Kommunikationsknoten und
- Teil eines durchdachten Sicherheitskonzepts
Hier laufen viele Fäden zusammen. Und genau dort arbeite ich.
Dort, wo
- Technik auf Menschen trifft
- aus Ideen Studien, Mockups, POCs und Prototypen werden und
- aus Pilotprojekten schließlich Produkte entstehen, die täglich millionenfach genutzt werden
Warum Retail Engineer?
Der Begriff passt für mich sehr gut. Denn „to engineer“ bedeutet im Englischen nicht nur entwickeln oder konstruieren. Es heißt auch klug gestalten, sinnvoll arrangieren und lösungsorientiert denken.
Es geht darum, verschiedene Bausteine zusammenzubringen:
- technische Innovation
- gesetzliche und ergonomische Anforderungen
- praktische Erfahrungen aus dem Handel
Und daraus ein System zu machen, das im Alltag funktioniert. Nicht nur in der Theorie.
Was gehört dazu?
Ein bisschen von allem. Und meistens ziemlich viel. Der Scope reicht von
- verschiedenen Materialien wie Holz, Metall, Kunststoff oder 3D-Druck und
den erforderlichen Fertigungstechnologien über - Elektronik, Software, assistive Technologien, RFID, EAS, künstliche Intelligenz und Datensicherheit bis hin zu
- Produktdesign, gesetzlichen Vorschriften (z.B. BFSG, EAA, EU AI Act) und Normen (z.B. EN 18111, EN 301 549 oder ISO 27001)
Und fast noch wichtiger ist die Fähigkeit, mit ganz unterschiedlichen Menschen auf Augenhöhe zu sprechen, wie z.B. mit Kunden*Innen und Filialpersonal im Supermarkt, mit Verantwortlichen im Retail aus Vertrieb und Einkauf oder mit IT-, Netzwerk- und POS-Software-Spezialisten.
Denn alle schauen aus einer anderen Perspektive auf dasselbe System. Meine Aufgabe ist es, diese Perspektiven zusammenzuführen.
Das Beste daran:
Kein Projekt ist wie das andere. Und jedes hat das Potenzial, den Alltag für Kundinnen, Kunden, Mitarbeitende und Unternehmen ein Stück einfacher zu machen.
Fazit
Darum bin ich gerne Retail Engineer. Weil ich überzeugt bin, dass Technik dann am besten ist, wenn sie einfach funktioniert und dabei kaum auffällt.
Welche Beiträge erwarten Euch von mir als Retail Engineer?
Es wird spannende Artikel geben, in denen ich, mit klarem Fokus auf Handel und Shopper, unter anderem über Barrierefreiheit, die Gestaltung von Kassentischen, SCOs und SCO-Zonen, über Inventurdifferenzen und Diebstahlprävention, über aktuelle Normen und gesetzliche Vorschriften sowie über andere interessante Themen rund ums Einkaufen und Supermarkt-Technologien berichte.
Ich freue mich schon auf Feedback von und den Gedankenaustausch mit Euch.












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