Der Handel als Dreh- und Angelpunkt in der Nachhaltigkeit
Der Einzelhandel in Deutschland hat aufgrund vieler Faktoren, wie der zur Verfügung stehenden Verkaufsfläche, der Anzahl an Beschäftigten oder des hohen Umsatzanteils am Bruttoinlandsprodukts eine hohe Bedeutung – auch in der Nachhaltigkeit.
Zahlen, Daten, Fakten des Einzelhandels in Deutschland
Herausforderungen im Umwelt- und Klimaschutz
Der Handel als Dreh- und Angelpunkt
- Im Schnitt beträgt die durchschnittliche Verkaufsfläche der teilnehmenden Betriebe 1518 m², vorhandene Nebenflächen liegen im Schnitt bei 815 m²: Der Handel verfügt über genügend Fläche, um die Kreislaufwirtschaft zu stärken, indem bspw. Sammelpunkte für Verpackungen jeglicher Art, Glas oder Textilien aufzustellen, um sie später durch entsprechende Kooperation mit Dritten wieder in den Kreislauf zu bringen. Insbesondere in der Drogerie- und Lebensmittelbranche sehe ich Potenzial, da die Konsument:innen es gewohnt sind, Ihren „Müll“ dort zurück zu lassen wie Papierverpackungen, Pfandflaschen aus Glas, Kunststoff oder Dosen.
- Durch das Bündeln von Sammelpunkten an einem viel genutzten Ort der Konsument:innen kommt er zur Zeitersparnis, indem mehrere Dinge wie das Einkaufen und Entledigen von Abfall, gleichzeitig getätigt werden könnten.
- Die beiden genannten Branchen haben entsprechende Dachflächen für Photovoltaik. Rund 52% der Befragen gaben an, dass sich ihre Dachflächen für Photovoltaik eignen würden. Ebenso können Ladestationen für elektrifizierte Fortbewegungsmittel auf den vorhandenen Nebenflächen angebracht werden, was zum Teil auch schon umgesetzt wird.
- Aufgrund der langen Öffnungszeiten und der zu kühlenden Lebensmittel ist der Verbrauch im Kältetechnik- und Strombereich sehr hoch. Alleine im Lebensmitteleinzelhandel werden rund 308 Kilowattstunden Strom pro Quadratmeter Verkaufsfläche verbraucht.
Weitere Faktoren, außerhalb der Studie, fallen aus meiner Sicht ebenfalls ins Gewicht:
- der entstehende CO2-Ausstoß in der Landwirtschaft sowie
- der hohe Anteil an Kunststoffverpackungen
und die damit einhergehend entstehende Schadschöpfung.
Dementsprechend sehe ich hier eine hohe Verantwortung der Händler:innen, aber auch der Hersteller:innen. Sie können das Aufkommen von Schadschöpfung im Handel durch ihr zur Verfügung gestelltes Angebot stark beeinflussen.
Quellen: Statista, Fraunhofer Institut ISS, Europäisches Parlament, Potsdam-Institut für Klimaforschung.











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