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Frank Rehme

Grab & Go Stores ‘Totgesagte leben länger’: Ergebnisse einer weltweiten Studie

2. März 2026 / Von Frank Rehme / Lesedauer: 1 Minuten 24 Sekunden
grab & go

Zehn Jahre nach dem ersten Amazon Go in Seattle ist die Grab & Go-Technologie offenbar alles – nur nicht tot. Das neue Whitepaper #63 der Duale Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn zeigt: Weltweit existieren rund 389 adressgenaue Stores plus über 1.000 weitere in Asien.

Grab & Go lebt – trotz Abgesang

Die meisten Standorte finden sich in Asien und Nordamerika, Europa kommt immerhin auf 150 Stores. Allein in den USA wurden 215 Konzepte gezählt, in Polen 64 und in Deutschland 25  . Technologisch dominieren Anbieter wie Amazon (168 Stores), AIFI (119) und Zippin (51), während Cloudpick in Asien die 1.000er-Marke überschreitet.

Der typische Use Case? Kleine, unbemannte Convenience-Flächen zwischen 10 und 30 Quadratmetern – oft in Stadien, auf Campussen oder in Krankenhäusern. Größere Supermärkte bis 1.200 qm bleiben dagegen meist im Testmodus.

Spannend ist: Die Customer Journey hat sich deutlich weiterentwickelt – eine App ist heute oft nicht mehr nötig, Kreditkarte reicht. Gleichzeitig wird die Technologie funktional aufgerüstet, etwa für Diebstahlprävention, Retail Media oder Out-of-Stock-Monitoring.

Das macht Grab & Go strategisch interessanter als nur „kassenlos“.

Tal der Enttäuschung oder Beginn der Skalierung?

Ja, prominente Schließungen wie bei Amazon Fresh in UK und den USA haben für Schlagzeilen gesorgt. Insgesamt wurden rund 48 Stores nach Tests wieder eingestellt – häufig als Proof-of-Concept.

Doch gleichzeitig planen Anbieter wie Cloudpick bis 2030 bis zu 100.000 Installationen weltweit. Das entspräche rechnerisch rund 55 Neueröffnungen pro Tag.

In Europa bremst aktuell vor allem die Wirtschaftlichkeit im Vergleich zu Self-Scanning-Alternativen sowie Datenschutzbedenken. Hinzu kommt: Für Discounter mit starkem Nonfood-Anteil ist die Technologie noch nicht in allen Warengruppen ausgereift.

Dennoch zeigt die Studie klar, dass sich Grab & Go global etabliert – insbesondere im Convenience-Umfeld. Vielleicht befindet sich die Technologie schlicht im „Tal der Enttäuschungen“ des Gartner Hype Cycles – mit Aussicht auf den „Pfad der Erleuchtung“.

grab & go

Oder, um es mit den Autoren zu sagen: Totgesagte leben länger.

Das vollständige Whitepaper „Smart Store 24/7 – Grab & Go: Ergebnisse einer weltweiten Studie“ kann kostenlos auf der Website der DHBW Heilbronn heruntergeladen werden:

Von 389 Stores konnten die Adresse recherchieren werden. Diese wurden in 2 Google Maps Karten dargestellt:

  1. 389 Store nach technologischer Provider selektierbar 
  2. 389 Stores nach Ländern selektierbar

Bildmaterial KI generiert

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Kategorie: Innovation & Trends
Schlagworte: Convenience, Discounter, Innovation, KI, Whitepaper
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