Einträge von Kathrin Mussmann

Das große Jammern über die Retouren

Man liest ja immer wieder, dass sich der stationäre Einzelhandel über das veränderte Kundenverhalten erbrüstet und gerne mit dem erhobenen Zeigefinger gegen die Abwanderung in den Onlinehandel protestieren. Wir kennen alle die Beispiele, bei denen mahnende Aushänge in das Schaufenster gehängt oder selbige gar ganz verhangen werden, um ein drohendes Szenario inklusive Schuldzuweisung zu darzustellen. Der böse Kunde lässt sich vom Onlinehandel verführen und schadet den lokalen Händlern. Dabei ist es ein großer Irrglaube, dass Konsumenten unter vorwurfsvollem Druck das Kaufverhalten ändern und zu bedingungsloser Loyalität gelangen. Das klappt weder in zwischenmenschlichen Beziehungen noch im Handel.

5 Gründe, warum gesunder Einzelhandel unsere Lebensqualität steigern kann

Entspannte Schaufensterbummel. Freundliche Beratungsgespräche. Belebte Marktplätze. Der Einzelhandel ist einer der wichtigsten und prägendsten Wirtschaftszweige für die Attraktivität unserer Städte und Kommunen. Je lebendiger der Einzelhandel und je höher die Qualität und Vielfalt der Angebote, desto besser schätzen wir das Erscheinungsbild unserer Innenstädten ein. Und das steigert unwillkürlich auch unserer Lebensqualität!

Investition in den Faktor Mensch – Weiterbildung im Einzelhandel

Das Thema Weiterbildung im Einzelhandel gewinnt an Bedeutung. Das statistische Bundesamt hat heute entsprechende Zahlen für das Jahr 2015 veröffentlicht. Dabei handelt es sich um die fünfte Europäische Erhebung über die berufliche Weiterbildung in Unternehmen, an der rund 12 000 Unternehmen teilnahmen.

Was die Smart City Charta für den Einzelhandel bedeutet

Gestern wurde im Rahmen des 11. Bundeskongresses Nationale Stadtentwicklungspolitik in Hamburg die Smart City Charta vorgestellt. Das Grundsatzdokument beschäftigt sich damit, wie die digitale Transformation in den Kommunen nachhaltig gestaltet werden kann.

140.000 geschulte Walmart-Mitarbeiter mittels Virtual Reality Training

Wenn der weltweit größte Einzelhandelskonzern Walmart seine Mitarbeiter mittels Training schulen möchte, ist das keine leichte Aufgabe. Denn der Wissenstransfer und die Multiplikation von Fachwissen ist in diesen Dimensionen doch recht aufwending. Die Herausforderung liegt darin, standardisierte Qualität zu vermitteln und gleichzeitig nicht den Bezug zur Realität in den Märkten und den Bedürfnissen der Kunden zu verlieren.

Welchem Händler wird die beste Zukunftsfähigkeit zugeschrieben?

Die Zukunftsfähigkeit von Marken im Zeitalter der Digitalisierung unterliegt einem dynamischen Wandel. Die Studie „Future Fitness Score 2017“ von Batten & Company legt Ihren Fokus klar auf die Kundenperspektive. Sie zeigt auf, welche Erwartungen und Ansprüche die Konsumenten bei der künftigen Entwicklung von Marken haben. Dabei analysiert sie, worauf es beim Aufbau und Erhalt einer zukunftsfähigen Markenpositionierung ankommt: Vor allem auf starke Kernkompetenzen und eine klare Zukunftsvision.

Fahren wir bald ohne Autos in die Innenstadt?

Wir Deutschen lieben traditionell unsere Autos und die Anzahl der angemeldeten PkW steigt stetig. In Deutschland zählen wir derzeit sagenhafte 684 Kraftfahrzeuge je 1.000 Einwohner. Das macht vor allem unseren wachsenden Städten zu schaffen. Insbesondere in Innenstädten verzeichnen wir  durch den hohen Anteil von Individualverkehr massive Stauaufkommen und Feinstaubbelastungen. Natürlich liegt es da nahe, sich eine autofreie Innenstadt zu wünschen. Das würde nicht nur das Stadtbild verschönern und Platz für neuen Lebensraum schaffen, die Bewohner würden natürlich auch viel gesünder und fitter leben können. Ja, wahrscheinlich würde es sogar Leben retten. Nicht nur durch die Vermeidung von Unfällen, sondern auch durch eine Minimierung von Depressionen?!

5 Dinge, die Ihr wissen solltet, wenn Ihr Einzelhändler werden wollt!

Es wird derzeit viel diskutiert darüber, ob der stationäre Einzelhandel sich selbst überholt hat und ob Innenstädte noch attraktiv für Shopper sind. Auffällig dabei ist, dass die Kunden jedoch neben der Verfügbarkeit der großen Filialisten auch gerade die kleinen individuellen Läden schätzen. Das ist eine Chance im Einzelhandel, die viele Gründer neu entdecken. Und das ist gut so, denn unsere Einzelhandelslandschaft kann frischen Wind gut vertragen! Daher möchte ich jedem Mut machen, der sich mit dem Gedanken trägt, ein eigenes Geschäft zu eröffnen. Damit man aber nicht ganz unvorbereitet in die Fallen des Alltags tappt, hier 5 Dinge, die Ihr wissen solltet:

Lebensmittelhandel 4.0: Hit Sütterlin hat Alexa für sich entdeckt

Der stationäre Handel hat seine Strategie verstanden: Versuche nicht, dein  Geschäftsmodell zu verteidigen, sondern lasse es wachsen, indem du die Stärken deiner Gegner für dich nutzt. So hat auch der Lebensmittelhändler HIT Sütterlin gedacht und zusammen mit der Online Software AG das erste Amazon Echo-Skil entwickelt. In einer ersten Anwendung können bei Alexa aktuelle Angebote, Empfehlungen und Öffnungszeiten abgefragt werden, der nächste Schritt für das Anlegen einer Einkaufsliste oder das Ordern ist da nicht mehr weit. Strategisch gesehen ein guter Schachzug, denn  jeder, der schon mal einen Onlineshop im Lebensmittelbereich aufgebaut hat weiß, welchen Aufwand bei der Contentbereitstellung und -pflege man sich hier spart. Hier das Beispiel, wie Alexa aktuell mit Hit Sütterlin zusammenspielt:

Online-Shopping: So lange brauchen wir wirklich!

Immer mehr Menschen kaufen online ein. Das belegt auch eine Studie zur deutschen Internetwirtschaft, die bis 2019 ein durchschnittliches Wachstum von 13% im Online-Handel sieht. Wie lange brauchen wir aber, um uns für ein bestimmtes Produkt zu entscheiden? Diese Kennzahl ist einer der wichtigsten Schlüssel im E-Commerce, um das Konsumentenverhalten beim Online-Shopping zu verstehen.

Wer kann den lokalen Marktplatz digitalisieren? StartUp oder global Player?

Ein Marktplatz war immer der zentrale Treffpunkt einer Innenstadt. In den Kommunen wird aber immer deutlicher: Wer seinen Bürgern und Besuchern ein attraktives Einzelhandelserlebnis bieten will, der muss seine Händler bei der Digitalisierung begleiten. Es gilt also lokalen Händlern und Filialisten  einen Online-Auftritt und damit mehr Sichtbarkeit im Internet zu verschaffen, die der Kunde dann aber auch lokal zuordnen kann. Diese Lücke versuchen seit ca. zwei, drei Jahren junge StartUps mit lokalen Onlinemarktplätzen zu füllen. Aber auch große Player wie Ebay versuchen sich auf dem lokalen Spielplatz. Als Pureplayer hatte das Unternehmen in den letzten Jahren massiv verloren und ringt seit geraumer Zeit um eine Neupositionierung. Der Internetriese muss dringend wieder mehr Händler und Kunden erreichen. Was liegt da näher, als sich direkt an den stationären Handel zu wenden.

Brauchen unsere Städte Digitallotsen?

In Herne sollen ab Mitte des Jahres Digitallotsen eingesetzt werden, die mit Einzelhändlern und weiteren Dienstleistern individuell angepasste Angebote für eine digitale Plattform erarbeiten. Dies was das Ergebnis eines Workshops im Herbst letzten Jahres. Die Wirtschaftsförderung Herne hatte gemeinsam mit einem Team der Future Retail Init (Betreiber der FUTURE CITY Langenfeld) zu Gesprächen mit Interessensvertretern aus den einzelnen Handelsbezirken der Stadt aufrufen. Das Thema: „Wie können wir den digitalen und stationären Handel zusammendenken?“  Jetzt gab es die Förderzusage von dem gleichnamigen Förderaufruf des Landes NRW.

Innenstadtbelebung durch Crowdfunding?

Das Crowdfunding ist vor allem durch die StartUp- bzw. Gründerszene bekannt geworden. Aber kann diese Finanzierungsart auch ein Modell für die Attraktivitätssteigerung unserer Innenstädte sein?

Retail Innovation Review #2: Bezahlen per Fingerabdruck

Es ist nun fas schon neun Jahre her, dass im Real Future Store in Tönisvorst, der ehemaligen „Innovationswerkstatt“ des Metrokonzerns, das Bezahlen per Fingerabdruck zum ersten Mal getestet wurde. Auch Edeka und Albert Heijn haben schon vor Jahren mit den ersten Tests begonnen. Aber so wirklich alltäglich ist die Authentifizierung mit den biometrischen Daten immer noch nicht geworden. Oder doch?

Werden Menschen im Einzelhandel zum Opfer der Digitalisierung?

Ich beginne diesen Artikel einmal auf der Gefühlsebene – um am Ende auch wieder sachlich zu werden. Ganz im Gegenteil zu Herrn Manfred Spitzer, der zu Beginn der Woche bei Anne Will zum Thema „Schöne neue Arbeitswelt – Ist der Computer der bessere Mensch?“ eingeladen war.  Dort diskutierten Sascha Lobo, Leni Breymaier, Bernhard Rohleder und Christian Lindner erfreulich sachlich miteinander, bis es am Ende dann doch sehr persönlich wurde. Und zwar als sich die Gefühlsebene des Autors (dessen Buchtitel unter anderem „Digitale Demenz“ oder auch „Cyberkrank!“ lauten) entlud und er sich der totalen Dämonisierung der digitalen Entwicklung hingab. Ich war schockiert.

Suchen Sie etwas Bestimmtes?

Als ich 1992 zum ersten Mal in den Staaten war, sind viele Eindrücke auf mich eingeprasselt. Von denen sind mir einige bis heute nachhaltig im Gedächtnis geblieben. Eine Sache ist mir in den letzten Tagen wieder in den Kopf gekommen: Wie viele spezialisierte Fachgeschäfte ich damals vorgefunden habe.

Emmas Enkel ist tot – lang lebe Emmas Enkel

Als wir  in der vergangenen Woche darüber berichtet haben, dass Emmas Enkel nach den stationären Geschäften auch den Onlinekanal schließt, hätte ich eines mit Sicherheit nicht erwartet – das hier:

Dash Buttons – Fühlt sich so Fortschritt an?

Es war ja quasi unmöglich in der vergangenen Woche den zahlreichen Meldungen, Artikeln und Diskussionen rund um den von Markenherstellern gebrandeten Plastikknopf, die Dash Buttons von Amazon zu entkommen. Sie klebten buchstäblich überall in meiner Timeline.

Lektüre auf dem Prüfstand: (1) Der vernetzte Laden

Als wir uns im vergangenen Jahr dazu entschieden haben, das Onlinemagazin ZUKUNFT DES EINKAUFENS ins Leben zu rufen, war dies vor allem der Tatsache geschuldet, dass wir kaum fundierte Informationsquellen im Internet fanden, die sich mit dem stationären Einzelhandel und dessen digitalem Wandel beschäftigen. Die Resonanz, die wir seither erfahren, untermauert diese Einschätzung und bestärkt uns darin, diesen Weg weiterzugehen.

HDE und Ebay digitalisieren den Einzelhandel? Wir sind irritiert

Die digitale Transformation ist momentan das Thema schlechthin im Handel. Jetzt startet der HDE gemeinsam mit Ebay den Wettbewerb „Die Digitale Innenstadt“. Gesucht wird laut Pressemitteilung die Stadt, der Stadtteil, die Innenstadt oder die Einkaufsstraße, die ihren Handelsstandort digital und damit zukunftsgerichtet aufstellen will.

5 Faktoren, die Innenstädte im Auge behalten müssen

Wirtschaftsexperten und Zukunftsforscher sagen seit langem schlimme Zeiten für die Innenstädte voraus: „Die Städte werden veröden“, „Der Einzelhandel stirbt“, und „Läden gibt es nur, weil es noch kein Internet gab“. Schwarzmalerei? Sicher zu sein scheint, dass sich viele Innenstädte verändern und dass sich diese Veränderungen immer schneller vollziehen. Als wichtigster Einflussfaktor wird immer wieder der Wettbewerb im eCommerce genannt. Dabei sind die Probleme oft hausgemacht.

Ich will über die Schwelle getragen werden!

Ich würde mich durchaus als emanzipierte Frau bezeichnen. So wurde ich erzogen. Unabhängigkeit spielt dabei eine wichtige Rolle! In meiner Welt sind die Menschen, sind Männer und Frauen gleichberechtigt.  Dieses Recht habe ich in vielen Situationen meines Lebens eingefordert und durchgesetzt. Ich habe Technik studiert, bin leidenschaftlicher Fußballfan und kann sehr gut damit Leben, dass mein Mann bei uns zu Haus die Gewalt über den Staubsauger hat.

Die Kunst der Kooperation

Wir leben in einer Zeit, in der Menschen mit ihrem Smartphone auch eine 8-Megapixel-Kamera bei sich tragen; mit Autofokus, Belichtungsregler, Serienbildmodus  und Panoramabildfunktion versteht sich. Dadurch sind Kameras unterm Weihnachtsbaum tatsächlich eine Ausnahme. Schade eigentlich.

Store Check in Berlin: Des Kaisers neue Karte

Sind des Kaisers neuen Kleider nicht prachtvoll? „Ja!“ schreit das Volk. Denn die Experten hatten Ihnen gesagt, dass nur dumme Menschen diese nicht sehen könnten. Und so schauten die Untertanen auf den nackten Kaiser, trotzten ihrem inneren Unbehagen und wagten sich nicht zu widersprechen. Bis einer schrie: „Nein! Denn der hat ja gar nichts an.“